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"Zukunft braucht Bühne": Breite Unterstützung für die Sanierung des Theaters Lübeck

Autorenbild: Jonas Bernzen
Jonas Bernzen
vor 14 Stunden
2 Min. Lesezeit

24. September 2026, Lübeck: Lübeck erhält sein Theater – und die Politik zieht dabei an einem Strang. Die SPD-Bürgerschaftsfraktion bringt im Rahmen der Haushaltsberatungen 2027 einen Antrag ein, mit dem die Vorplanung für die Sanierung des Theatergebäudes auf den Weg gebracht werden soll. Dafür sollen im Haushalt 2027 im Fachbereich 5 Mittel in Höhe von 3 Millionen Euro bereitgestellt werden. Bemerkenswert ist die Breite der Unterstützung: CDU, GRÜNE, LINKE & GAL sowie Freie Wähler tragen den Antrag gemeinsam mit der SPD mit.


Grundlage sind die Ergebnisse des Workshops "Sanierung des Theaters Lübeck" im Juni sowie die anschließenden Beratungen der Task Force Theater. Einigkeit besteht darüber, dass die Sanierung unausweichlich ist, um den Spielbetrieb dauerhaft zu sichern. Bei geschätzten Gesamtkosten von rund 217 Millionen Euro kann die Hansestadt Lübeck das Vorhaben nicht allein stemmen. Deshalb sollen gezielt Fördermittel von Land und Bund sowie Spenden eingeworben werden – Voraussetzung dafür ist der Abschluss der Vorplanung. Laut Gebäudemanagement der Hansestadt Lübeck (GMHL) sind dafür insgesamt 9 Millionen Euro an Planungskosten nötig, verteilt auf eine rund dreijährige Planungsphase.


Parallel dazu soll die Fördermittelstrategie geschärft werden: Bereiche wie Energie und energetische Sanierung, Barrierefreiheit und Inklusion, Digitalisierung, Zukunftstechnologien sowie nachhaltige Interimslösungen sollen zu konkreten, förderfähigen Maßnahmenpaketen gebündelt werden. Begleitend ist eine klare Kommunikationslinie geplant, die die Besonderheiten des Theaters herausstellt und die Bedeutung der Sanierung gegenüber Stadtgesellschaft und Fördermittelgebern verständlich macht.



"Das Theater ist das Herz unseres kulturellen Lebens in Lübeck – ein Ort, an dem Geschichten erzählt, Fragen gestellt und Menschen zusammengebracht werden", sagt Peter Petereit, Fraktionsvorsitzender und kulturpolitischer Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion. "Wenn wir wollen, dass diese Bühne auch kommenden Generationen offensteht, müssen wir jetzt die Weichen stellen. Dass Fraktionen quer durch die Bürgerschaft dieses Anliegen mittragen, zeigt: Beim Theater geht es nicht um Parteipolitik, sondern um die Zukunft unserer Stadt. Zukunft braucht Bühne – und dafür stehen wir gemeinsam ein."

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