SPD unterstützt Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss zur Festen Fehmarnbelt-Querung: Lübecker Hafen und Regio-S-Bahn müssen Teil der Zukunftsplanung sein

12. September 2026, Lübeck: Bürgermeister Jan Lindenau hat angekündigt, vor dem Bundesverwaltungsgericht gegen den Planfeststellungsbeschluss des Eisenbahn-Bundesamtes zur Schienenhinterlandanbindung der Festen Fehmarnbelt-Querung zu klagen. Dazu erklärt der Vorsitzende der SPD-Bürgerschaftsfraktion, Peter Petereit:
„Als SPD-Fraktion unterstützen wir seit langer Zeit die Zusammenarbeit in der Hansebelt-Region, denn die Öffnung des Fehmarnbelt-Tunnels bietet der Region gute Chancen für die wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung sowie für eine bessere Mobilität.
Damit diese Chancen genutzt werden können, müssen jetzt die richtigen Weichen für die Zukunft gestellt werden. In den Planungen der Deutschen Bahn und des Bundes ist das bislang jedoch nicht erkennbar, denn sie beruhen auf veralteten Grundlagen. Dadurch droht, dass der Güterverkehr des Lübecker Hafens sowie der Personen-, Nah- und Fernverkehr vom überregionalen Schienennetz abgekoppelt werden. Gleichzeitig würde die Umsetzung einer Regio-S-Bahn für Lübeck und das Umland erheblich erschwert, weil sich zusätzliche regionale Verbindungen und Bahnhaltepunkte nur verwirklichen lassen, wenn dafür ausreichende Schienenkapazitäten eingeplant werden. Genau das ist in der jetzigen Planung nicht der Fall.
Um einen Stau auf der Schiene sowie doppelte Planungs- und Bauphasen mit unnötigen Ausgaben von Steuergeldern zu verhindern, müssen deshalb das 3. und 4. Gleis zwischen Lübeck und Bad Schwartau bereits jetzt mitgeplant und im Rahmen der Hinterlandanbindung mitgebaut werden. Denn nur so bleiben neben den künftigen Güter- und Fernverkehren auch ausreichende Kapazitäten für den Nahverkehr und eine leistungsfähige Regio-S-Bahn erhalten.
Obwohl die Hansestadt Lübeck im Planungsprozess wiederholt auf diese Probleme hingewiesen und entsprechende Appelle formuliert hat, wurden ihre Anliegen nicht angemessen berücksichtigt. Deshalb unterstützen wir die von Bürgermeister Jan Lindenau vorgeschlagene Klage gegen die unzureichenden Pläne. Sie ist das letzte Mittel, um den Hafenstandort Lübeck zu sichern, eine Behinderung des Personenverkehrs zu vermeiden und die Voraussetzungen für eine zukunftsfähige Regio-S-Bahn zu erhalten.“

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