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Lübeck, den

SPD: Sicher.Feiern.Lübeck. - Innovatives Konzept gegen sexualisierte Gewalt im Nachtleben

Der Frauennotruf Lübeck hat das Projekt „Sicher.Feiern.Lübeck.“ im letzten Sozialausschuss präsentiert. Das Thema ist sehr aktuell und wurde durch die SPD-Fraktion in die Diskussion eingebracht.

Aydin Candan (sozialpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion): „Wir halten das Projekt des Frauennotrufs für zwingend erforderlich.“

Die Bürgerschaft hatte ursprünglich 10.000€ für den Frauennotruf bereit gestellt, um das Konzept „Ist Luisa hier?“ zu realisieren. Das Konzept sah vor, dass sich Frauen, die einen Übergriff erlebt hatten, an das Barpersonal wenden und den diskreten Code-Satz „Ist Luisa hier?“ sagen sollten. Das Barpersonal sollte daraufhin dem Opfer ein Taxi rufen, um die Situation aufzulösen. Doch es kam berechtigte Kritik vom Frauennotruf. Hauptkritikpunkt war, dass den Opfern der sexualisierten Gewalt quasi geraten würde, sich still der Situation zu entziehen. Personen, die eine Grenzüberschreitung begangen hatten, würden so nicht zur Rechenschaft gezogen werden. Wir als SPD-Fraktion haben das Thema erneut eingebracht und unterstützen das vom Frauennotruf vorgestellte und auf Lübeck angepasste Projekt.“

Das nun verfolgte Projekt sieht Workshops für Barpersonal und eine Vernetzung mit dem Verein Safe Night Hamburg vor. Die Gelder werden nun umgewidmet und der Frauennotruf kann zeitnah mit ihrem Projekt starten. Und dass es Projekte braucht, die Opfern Schutz anbieten, die übergriffige Personen aufklären und Präventionsarbeit leisten, ist spätestens seit der #metoo-Kampagne deutlich. Es bedarf einer verstärkten Sensibilisierung der Gesellschaft und einer #ohnemich-Haltung gegenüber sexualisierten Übergriffen im Nachleben.

Sophie Bachmann und Gabriele Ulrich (beide SPD) dazu: „Das Konzept hat uns überzeugt. Wir freuen uns, die Umsetzung von ‚Sicher.Feiern.Lübeck.‘ von politischer Seite zu begleiten und sind überzeugt, dass es das Lübecker Nachleben für Frauen sicherer machen wird. Vielen Dank an den Frauennotruf für die bisherige und die zukünftige Arbeit.“

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