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Lübeck, den

SPD für mehr Frauennamen auf Straßenschildern

Die Lübecker Bürgerschaft hat beschlossen, bei der Neubenennung von Pfitznerstraße und Lenardweg geschlechterparitätisch erfolgen soll. Hierzu erklärt Kristin Blankenburg, frauenpolitische Sprecherin der SPD-Bürgerschaftsfraktion:

„Die SPD hat den Beschluss der Lübecker Bürgerschaft zur paritätischen Aufteilung in jeweils einen Männer- und einen Frauennamen mitgetragen, um weiteres Chaos bei der Beratung über die Straßenumbenennung zu vermeiden. Tatsächlich handelt es sich jedoch bei dem Antrag der Linken um eine rein formalistische Geschlechtergerechtigkeit. Im Musikerviertel (Pfitznerstraße) und im Gewerbe- und Wohngebiet Glashüttenweg (Lenardweg) sind derzeit alle Straßen nach Männern benannt. Bei der Vielzahl anerkannter Komponistinnen und Naturwissenschaftlerinnen wäre es nur gerecht, wenn in jedem Gebiet jetzt eine Frau für ihre Verdienste geehrt würde!

Die SPD hat in der Vergangenheit schon mehrfach bewiesen, dass sie in dieser Frage wesentlich politischer vorgeht. So wurden auf Antrag der SPD alle Straßen in der Siedlung Roter Löwe nach Frauen benannt, die sich erfolgreich für Frieden, Gleichstellung und soziale Gerechtigkeit eingesetzt haben. Diese Straßenbenennung erfolgte, um so einen gesellschaftlichen Gegenentwurf zu der Zeit zu demonstrieren, in der Straßen nach Militaristen und Kolonialisten benannt wurden. Auch die Ehrung von Rosa Luxemburg und Clara Zetkin durch Straßennamen erfolgte auf Initiative der SPD, und zwar in einer Zeit, in der in anderen Städten Deutschlands diese zwei Namen aus dem Straßenbild getilgt wurden. Wir werden auch in Zukunft darauf achten, dass bei Straßenbenennungen verdienstvolle Frauen verstärkt ihre gleichberechtigte Anerkennung finden, und uns deshalb im Bauausschuss dafür einsetzen, dass beide Straßen nach Frauen benannt werden.“

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