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Lübeck, den

SPD-Fraktion: Lärmschutz für B 75 Rangenberg muss kommen!

Tempo 80 verärgert Anwohner:innen und Politiker:innen

Die Erhöhung der zulässigen Geschwindigkeit auf der B 75 in Höhe Rangenberg von 60 auf 80 km/h stößt bei der SPD-Bürgerschaftsfraktion wie bei den Anwohner:innen auf große Verärgerung. Die Sozialdemokraten fordern, den Politiker:innen gemachte Zusagen unverzüglich umzusetzen, - also Tempo 70 bis die geplanten Lärmschutzwände stehen!

Abgemacht mit dem Landesbetrieb Verkehr (LBV-SH) war erstmal Tempo 70 auf der Bundesstraße 75 in Höhe Rangenberg - bis die lange überfälligen Lärmschutzwände stehen. Doch die verkehrslenkende Behörde hat nun einfach Tempo 80 per Anordnung eingeführt. „Das geht so nicht! Der LBV-SH hatte den Bauausschuss über die geplante Sanierung der B75 informiert. Der dabei erzielte Konsens 70 km/h Höchstgeschwindigkeit wurde nun einfach vom Tisch gefegt,“ beschwert sich Ulrich Pluschkell, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion. Der Lärmschutz für Lübecker:innen bleibt ein wichtiges sozialdemokratisches Anliegen, so der SPD-Verkehrsexperte.

Was war passiert? Am 04.11.2019 berichtete Herr Engelmann vom LBV-SH im Bauausschuss über die Lärmsanierung im Zuge der B75 in Höhe Rangenberg durch eine neue Straßenoberfläche mit Offenporigem Asphalt (OPA) und Lärmschutzwänden. Dabei ging es auch um eine geplante Tempoerhöhung auf 80 km/h, die von uns als unverhältnismäßig angesehen wurde. Im Ergebnis kamen LBV-SH und Bauausschuss überein, dass nach dem Einbau des Offenporigen Asphalts eine Höchstgeschwindigkeit auf 70 km/h denkbar wäre, weil dadurch keine erhöhte Lärmbelastung für die Anwohner zu erwarten sei. Der Einbau des OPA ist die erste Phase der geplanten Lärmsanierung. Erst nach Realisierung der zweiten Phase, dem Aufbau von Lärmschutzwänden, sollte Tempo 80 km/h erlaubt sein. „Die Erlaubnis von Tempo 80 noch vor dem Bau der Lärmschutzwände verstößt gegen das Lärmschutzbedürfnis der Anwohner:innen und gegen geltende Vereinbarungen – das ist inakzeptabel“, betont Pluschkel.

Ebenfalls empört ist Bürgerschaftskollege Jörn Puhle, zuständiges SPD-Bürgerschaftsmitglied für Kücknitz und Rangenberg: „Wenn Vereinbarungen zwischen Politik und Verwaltung keinen Wert mehr haben, dann können wir die kommunale Selbstverwaltung beerdigen! Wir fordern Stadt und Land auf, sich an die Zusagen zu halten, und die Erhöhung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit unverzüglich zurückzunehmen! Zudem ist eine dicke Entschuldigung bei den Anwohner:innen in Rangenberg und den Mitgliedern des Bauausschusses fällig.“

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