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Lübeck, den

SPD fordert Kunstrasenplätze ohne Mikroplastik

Der umweltpolitische Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion, Dr. Marek Lengen, erklärt hierzu:

"Seit 2005 wurden in der Hansestadt Lübeck 24 Kunstrasenplätze saniert oder neu erstellt, davon sechs im städtischen Eigentum sowie 17 vereinseigene, die die Stadt verpachtet oder mit Erbbaurecht vergeben hat. Sie sind nicht nur mit Quarzsand, sondern zusätzlich mit Mikroplastik, einem schwarzen oder grünen Granulat verfüllt, was die Gelenke der Sportler schont.

Spätestens seit dem Starkregen am 15. Juni, an dem massenhaft Granulat von dem Kunstrasenplatz an der Falkenwiese in die Wakenitz geschwemmt wurde, ist jedem Lübecker Bürger klar, dass wir unkontrollierte Ausbreitungen von Mikroplastik verhindern müssen.

Granulat auf Kunstrasen wird von der EU durch die Europäische Chemikalienagentur ECHA wahrscheinlich ab 2021 verboten. Am ehesten erlauben wird man wohl nur noch eine Beimischung des Naturproduktes Kork zum Quarzsand.

Die Vorteile eines Kunstrasenplatzes im Vergleich zum Naturrasenplatz sind eine etwa vierfach größere Nutzungsdauer bei gleichzeitig nur einem Drittel Pflegekosten pro Spielfeld. Aber wir müssen auf umweltfreundliches Füllmaterial achten.

Die SPD fordert daher die Hansestadt Lübeck auf, unverzüglich zu berichten, wie Auffangvorrichtungen bzw. Filteranlagen für die Kunstrasenplätzen installiert sind oder werden, damit keine Partikel mehr in die umgebenen Flächen, insbesondere in Gewässer gelangen. Zudem sollen andere Möglichkeiten statt plastikhaltigem Infill aufgezeigt werden, z.B. Mischungen aus Quarzsand mit Kork oder nur Quarzsand. Dabei soll das Verletzungsrisiko von Sportler*innen im Blick behalten werden. Ebenso muss geprüft werden, wie auch die Vereine hinsichtlich der Nachrüstungen und neuem Infill unterstützt werden können."

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