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Lübeck, den

SPD: Beim Klimaschutz mit Augenmaß handeln

Zu den Kritikpunkten der Gruppe „Fridays for future Lübeck“ und Greenpeace Lübeck zum Programm der Stadtverwaltung „49 kurzfristige Maßnahmen zum Klimaschutz“ äußert sich der umweltpolitische Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion Dr. Marek Lengen:

„Leider können die Aktivisten von Fridays for furure und Greenpeace in Lübeck nicht mit Augenmaß handeln. Das von ihnen vorgelegte Kritikpapier zu den vorgeschlagenen 49 kurzfristigen Maßnahmen der Hansestadt Lübeck verkennt total den Handlungsspielraum, den eine Kommune zur Verfügung hat. Natürlich kann man immer etwas mehr verlangen, als das, was man angeboten bekommt. Aber dass von 49 Maßnahmen 36 mit Kritik versehen werden, dass sie nicht weitreichend genug seien, und nur 13 Maßnahmen kommentarlos bleiben, erschreckt mich zutiefst.“

„Hier zeigt sich deutlich, dass das Augenmaß bei den Aktivisten abhanden gekommen ist“ ergänzt der SPD-Umweltpolitiker. „In einer Zeit mit Ausgangsbeschränkungen, Schul-, Kita- und Gewerbeschließungen, in der kaum noch Menschen auf den Straßen zu sehen sind, der motorisierte Verkehr praktisch zum Erliegen gekommen ist und Menschen sich fragen, ob sie erstens gesundheitlich und zweitens wirtschaftlich die Corona-Krise überleben werden, darf man gerne auch bei neuen Forderungen zurückhaltender sein!

Die Verwaltung hat ein realistisches Szenario für eine klimafreundliche Stadtentwicklung vorgestellt und verspricht eben keine Traumschlösser. Das bedeutet, dass wir nicht ausschließlich 100% klimaneutral bauen müssen, sondern eben nur „überwiegend“, also klimagerecht. Zur LED-Umstellung sei gesagt, dass in den Büros von städtischen Liegenschaften und Gesellschaften dies kurzfristig erfolgen kann und soll. Aber eine komplette Umstellung sämtlicher ca. 21000 Straßenlaternen aus dem Lübecker Straßennetz ist nicht innerhalb eines Jahres machbar. Dies kann eben nur schrittweise erfolgen.

Es ist auch der Stadtverwaltung klar, dass der Stromverbrauch der Straßenlaternen dem von ca. 1200 Haushalten entspricht. Es lässt sich also noch viel Energie einsparen. Die Macht der Einwohner Lübecks in etwa 110000 Haushalten zur Energieeinsparung ist dennoch ungleich größer.“

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