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Lübeck, den

SPD begrüßt Straßenumbenennung Lenardweg in Rosalind-Franklin-Weg

Der Komponist Hans Pfitzner (1869- 1949) und der Physiker Phillip Lenard (1862 - 1947) sind wegen ihrer antisemitischen Gesinnung zu Recht in die öffentliche Kritik geraten. Deshalb hat die Lübecker Bürgerschaft sich für eine Umbenennung der Straßen, die nach Pfitzer und Lenard benannt wurden, entschieden.

Der Bauausschuss hat am 07.09.2020 die Umbenennung der Pfitznerstraße im Musikerviertel in Clara-Schumann-Straße beschlossen. Der Vorschlag der Verwaltung, den Lenardweg im Stadtbezirk Karlshof nach einem anderen Mann zu benennen, wurde jedoch auf Antrag der SPD vom Ausschuss abgelehnt. „In den beiden Stadtgebieten werden bislang
lediglich Männer durch Straßennamen geehrt. Aber wir wollen, dass auch Frauen auf den jeweiligen Gebieten - Musik und Naturwissenschaften - für ihre Leistungen und Verdienste geehrt werden.“ sagt Kristin Blankenburg, Gleichstellungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion. „Deshalb haben wir den jetzigen Vorschlag der Verwaltung, den Lenardweg neu nach Rosalind Franklin zu benennen, unterstützt.“ „Bei der Umsetzung war uns besonders wichtig, dass die Anwohnerinnen und Anwohner, die von dieser Straßenumbenennung direkt betroffen sind, beteiligt und von etwaigen Folgekosten der Straßenumbenennung freigehalten werden“, führt Sabine Haltern, baupolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, weiter aus.

Kristin Blankenburg erklärt hierzu: „Eine Straßenumbenennung wird nicht leichtfertig vorgenommen. Oft sind persönliche Erinnerungen mit einer Straße verbunden und es wird eine lange Zeit dauern, bis jeder sich daran gewöhnt hat. Andererseits senden wir mit der Änderung der Straßennamen das wichtige Signal, dass in unserer Stadt
Antisemitismus und Rassismus keinen Raum haben und die Gleichbehandlung von Frauen ein bedeutendes Thema ist!“

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