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Lübeck, den

Priwall-Waterfront: Gebäude müssen kleiner werden

Zur geplanten Bebauung des Priwalls erklärt der Vorsitzende der SPD-Bürgerschaftsfraktion, Jan Lindenau:

„Wir haben in den vergangenen Wochen den vorliegenden Bebauungsplan zum Projekt Waterfront auf dem Priwall in diversen Sitzungen erörtert und auch die uns zugegangenen Einwände und Briefe der Lübeckerinnen und Lübecker ausgewertet.

Auch wenn wir uns bewusst sind, dass die Hansestadt Lübeck aufgrund von Bürgerschaftsentscheidungen der absoluten CDU-Mehrheit früherer Jahre Vertragsbeziehungen eingegangen ist und Vertrauenstatbestände gegenüber dem Projektentwickler und Investor geschaffen hat, so muss das nicht bedeuten, dass wir den Rahmenbedingungen des Bebauungsplans ohne kritische Betrachtung einfach so zustimmen.

Vor dem Hintergrund, dass wir den damaligen Vertrag mit dem Projektentwickler kritisiert haben, der in der letzten Sitzung vor der Bürgerschaftswahl durchgepeitscht wurde, werden wir die Rahmenbedingungen, die wir beeinflussen können und politisch für notwendig halten, auch gestalten.

Wir stellen fest, dass die geplante Bebauung nach jetziger Planung mit 22,5 Meter über der Wasserkante eindeutig zu groß und mächtig ist. Hier muss nachgebessert und die Gebäudehöhe reduziert werden. Drei bis vier Meter niedriger ist das Mindestes, was wir erwarten. Kein Gebäude sollte höher als 15,5 Meter von der neuen Promenade in den Himmel ragen (entspricht 19,0 Meter ab der Wasserkante).

Ferner muss im weiteren Wettbewerbsverfahren zur Gestaltung der Gebäude deutlich benannt werden, wie die oberen Geschosse der Sonderbauten zu gestalten sind. Abstufungen durch Staffelgeschosse und Rücksprünge müssen die Größe der Gebäude optisch reduzieren. Die Wettbewerbsbedingungen müssen vor einem B-Planbeschluss der Bürgerschaft vorliegen.

Wer in unmittelbarer Nähe zum Naturschutzgebiet baut, muss besonders sensibel vorgehen. Hier erwarten wir im weiteren Verfahren eindeutige Konzepte wie beispielsweise mit den zahlreichen Arten an Fledermäusen umgegangen wird. Auch unterstützen wir die Bemühungen, auf dem Priwall ein Informations- und Betreuungszentrum für den Naturschutz anzusiedeln, von dem aus die neuen Aktivitäten zum Seevogelschutz und zur Schaffung weiter Brutstätten ausgehen sollen.

Unsere Zustimmung zum B-Plan hängt also von vielen Faktoren ab, die wir vor einer Beschlussfassung in der Bürgerschaft erneut prüfen werden.“

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