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Lübeck, den

Jugendtreff und Grenzdokumentationsstätte: Zwei starke Standorte für Schlutup entwickeln

Zur aktuellen Diskussion bezüglich des Jugendtreffs der AWO sowie der Grenzdokumentationsstätte im Zollhaus erklären der Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses, Jörn Puhle, die jugendpolitische Sprecherin der CDU, Dagmar Hildebrandt sowie Carsten Grohmann für den CDU-Ortsverband und Harald Quirder für den SPD-Ortsverein in Schlutup:

„Die aktuelle Situation ist seit längerer Zeit aus vielerlei Hinsicht schwierig und für die Entwicklung beider Einrichtungen nicht zukunftsfähig gelöst. Ausgelöst von der Verwaltung und mit guter Aussicht auf Fördergelder des Landes für die Grenzdokumentationsstätte (u.a. konzeptionelle Weiterentwicklung, Umgestaltung) begann im vergangenen Jahr erneut die Diskussion um den Standort des Jugendzentrums Zollhaus in den Fokus zu rücken.“

Der Jugendhilfeausschuss hat die Diskussion, die anfangs aus kulturpolitischer Sicht geführt wurde, aufgenommen und auch die Belange des Jugendtreffs berücksichtigt. Bemüht um eine gerechte Lösung, wurde zunächst ein umfangreicher Beteiligungsprozess bezüglich einer möglichen Verlagerung des Jugendtreffs beschlossen, aber auch dass beide Einrichtungen im Zollhaus bleiben, wenn kein neuer Standort gefunden werden kann. Die Auflösung der Jugendarbeit in Schlutup stand für Politik und Verwaltung nie zur Diskussion.

„Wir sehen in der aktuellen Situation auch die Chance, mit dem Jugendtreff und der Grenzdokumentationsstätte zwei starke Einrichtungen an unterschiedlichen Standorten zu entwickeln. Sollte es uns gelingen wäre dies ein großer Schritt aus kultur- und jugendpolitischer Sicht und sicher auch für den Stadtteil Schlutup“, so Jörn Puhle.

Im Jugendhilfeausschuss am 6. Juni wurden die (Zwischen-) Ergebnisse des größten Beteiligungsprozesses präsentiert, der bislang in Lübeck stattgefunden hat. 19 mögliche Standorte für eine mögliche Verlagerung des Jugendtreffs wurde untersucht und es sind vier Standorte mit unterschiedlichen Erfolgsaussichten verblieben. Dagmar Hildebrandt und Jörn Puhle erklären hierzu: „Wir bedanken uns ausdrücklich bei der Verwaltung und allen Beteiligten für die geleistete Arbeit. Wir möchten bei den verbliebenen Standorten die Planungen intensivieren und diese dann im nächsten Ausschuss am 22.8. erneut beraten. Im letzten Haushalt haben wir bereits 200.000 € für eine mögliche Verlagerung des Jugendtreffs eingestellt, sollte ein akzeptabler Standort gefunden werden, ist diese Summe sicher nicht ausreichend und muss entsprechend angepasst werden.“

Ein Hintergrund der aktuellen Diskussion ist auch die Vertragsgestaltung bezüglich des Kaufvertrages des Zollhauses mit dem Bund. Hier wurde vereinbart, dass die Hansestadt Lübeck eine Kaufpreisminderung von 50% erhält, wenn im Zollhaus mindestens 20 Jahre Jugendarbeit stattfindet. Der Jugendtreff hat seine Arbeit 1999 aufgenommen, demnach läuft diese Bindung aus. Völlig überraschend präsentierte Senatorin Weiher während des Jugendhilfeausschusses ein Schreiben der Bundesverwaltung, dass die Bindung erst 2024 ausläuft. „Diese Irritation muss schnellstmöglich aufgeklärt werden und wir finden es sehr unglücklich, dass diese Information nicht bereits im Vorfeld der Sitzung kommuniziert wurde“, so Dagmar Hildebrandt.

Der CDU-Ortsverband und der SPD-Ortsverein in Schlutup unterstützen den eingeschlagenen Kurs ausdrücklich. „Sollten es uns gelingen einen akzeptablen Standort für den Jugendtreff zu finden und in die Umsetzung zu bekommen, wäre dies ein großer Gewinn für Schlutup, da wir sowohl für den Jugendtreff aber auch für die Grenzdokumentaionsstätte weiteres Entwicklungspotenzial sehen. Beide Einrichtungen dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden, dies wird der jeweils geleisteten Arbeit nicht gerecht!“, erklären Carsten Grohmann und Harald Quirder abschließend.

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