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Lübeck, den

Baukostenstudie des Innenministeriums – Überflüssig bis bedenklich!

Ulrich Pluschkell, baupolitischer Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion, erklärt zur Veröffentlichung der Baukostenstudie des Landes Schleswig-Holstein:

„Die Ergebnisse des Baukostengutachtens beschreiben nur das, was ohnehin alle Menschen wissen. Statt Steuergeld für solch ein Gutachten zu verschwenden, hätte die Landesregierung es besser für den sozialen Wohnungsbau ausgeben sollen. Die Schlussfolgerungen von Minister Grote sind entsprechend hilflos, wenn er sagt: „Die wesentlichen Unterschiede (der Baukosten) liegen in den regional stark abweichenden Grundstückskosten und den regional unterschiedlichen Ansprüchen. So werden Neubauprojekte für Mietwohnungen (…) in Kiel und Lübeck deutlich häufiger mit Tiefgaragen gebaut als in Mittelzentren oder dem ländlichen Raum. Dadurch steigen die Kosten für diese Projekte deutlich, da Tiefgaragen die größten zusätzlichen Kostenfaktoren bei Neubauvorhaben sind.“ Damit unterstellt Grote, dass letztlich die Mieter mit ihren scheinbar hohen Ansprüchen an Tiefgaragen selbst schuld an hohen Mieten sind. Tatsache ist jedoch, dass im städtischen Raum Grund und Boden vielfach so teuer sind, dass Tiefgaragenplätze oftmals kostengünstiger sind als ebenerdige Parkplätze.“

Pluschkell weiter: „Bedenklich ist auch die Grundhaltung des Innenministeriums, mit der möglichst billige Parkplätze zu Lasten eines weiteren Flächen- und Naturverbrauchs toleriert werden. Dieses ist angesichts des Klimawandels und des Umweltnotstands die falsche Botschaft! Und die Ankündigung des Ministers, dass die Zuschüsse zur Wohnraumförderung in Hochpreisregionen spürbar angehoben werden sollen, wird letztlich für Lübeck ohne Folgen bleiben, weil die Landesregierung bislang Lübeck nicht als Hochpreisregion anerkannt hat.“

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