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Lübeck, den

Bahnhofsbrücke: Neuer Vorschlag für Behelfsbrücken

Eine Behelfsbrücke während des Neubaus der Bahnhofsbrücke würde fast 8,6 Millionen Euro kosten. Politik und Verwaltung lehnen solche Pläne deshalb ab. Aber Ulrich Pluschkell, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion, gibt nicht auf, kritisiert die Bauverwaltung und präsentiert neue Vorschläge für Behelfsbrücken.

Pluschkell beschreibt das Problem kurz und knapp: „40 000 Fahrzeuge rollen täglich über die Bahnhofsbrücke. Während des Neubaus müssen sich 20 000 einen Umweg suchen. Das bedeutet drei Jahre Chaos. Das ist unverantwortlich gegenüber den Menschen, die in Lübeck leben und arbeiten, und dem Wirtschaftsstandort Lübeck.“

Für die Querung hatte die SPD zum Jahresbeginn zwei Varianten ins Spiel gebracht: eine Behelfsbrücke direkt neben dem jetzigen Bauwerk und alternativ eine Behelfsbrücke, die von der Werftstraße über die Gleise zur Katharinenstraße zur führt. Die erste Variante ist nach Auskunft der Bauverwaltung nicht machbar, weil dafür zwischen der alten Brücke und dem B&B-Hotel nicht genügend Platz vorhanden ist. Denn die künftige Bahnhofsbrücke wird von vier auf sechs Spuren verbreitert. Die zweite Variante ist zwar technisch machbar, aber mit 8,6 Mio. Euro zu teuer. Die Verwaltung will stattdessen Ampelschaltungen und Knotenpunkte in der Umgebung optimieren. Trotzdem wird die Bahnhofsbrücke während der Bauzeit nur die Hälfte der bisherigen Fahrzeuge schaffen. 20 000 Fahrzeuge müssen sich andere Wege suchen.

„Ein paar Ampelschaltungen sind zu wenig“, kritisiert Ulrich Pluschkell. „Wir kommen um den Bau einer Behelfsbrücke nicht herum. Denn bis zum Baubeginn 2019 ist die Possehlbrücke vermutlich immer noch nicht fertig und beim Neubau der Josephinenbrücke wird es nach aller Erfahrung auch zu Verzögerungen kommen.“ Deshalb hat Pluschkell zwei
neue Varianten für eine Behelfsbrücke entwickelt:

Variante 1 verläuft direkt neben der alten Brücke, diesmal jedoch auf der Bahnhofsseite, und soll auf zwei Spuren den stadteinwärts fließenden Verkehr aufnehmen, während der vom Lindenplatz kommende Verkehr weiter über die alte Brücke, die abschnittsweise erneuert werden soll, laufen kann.

Variante 2 ist eine Behelfsbrücke, die nördlich der Bahnhofsbrücke von der Werftstraße in gerader Linie über die Bahngleise zur Katharinenstraße führt und den Verkehr parallel zu den Bahngleisen weiterleitet. Pluschkell: „Das ist eine deutlich kostengünstigere Version als das extra teure Spezialbauwerk, das die Bauverwaltung entwickelt hat. Während die Verwaltungs-Brücke technisch aufwendig in einer Kurve über die Gleise geführt wird und in der südlichen Katharinenstraße Konflikte mit den Anwohnern provoziert, ist die neue Variante schlank und schnörkellos und führt über die nördliche Katharinenstraße Richtung Marienbrücke.“

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