Der Vorsitzende der SPD-Bürgerschaftsfraktion
Peter Reinhardt und ihr wirtschaftspolitischer
Sprecher Jörg Hundertmark erklären:
"Die Hansestadt Lübeck ist ein touristisches
Ziel von internationaler Bekanntheit. Die von
der LTM in Auftrag gegebene Brandmeierstudie
hat uns allen deutlich gesagt, welches die Faktoren
sind, die Lübecks Tourismus befördern.
Die Touristen suchen das Flair der Altstadt,
die als UNESCOWeltkulturerbe weltweit beworben
wird.
Die SPD Fraktion sieht keinen Anlass zu einem
Kurswechsel. Wir setzen auf Nachhaltigkeit und
eine Verknüpfung der vorhandenen Institutionen
auf der Altstadtinsel, wie etwa Theater, MuK
und Museen und Willy Brandt Haus, mit Veranstaltungsreihen,
die unsere Altstadt erlebbar machen und so auch
als Einkaufszentrum zu stärken.
Die in den letzten Monaten weiter verstärkte
Zusammenarbeit des Lübecker Theaters und
der Lübecker Museen unter dem Dach der
Kulturstiftung hat sich bewährt. Der Blick
in die Kulturteile der überregionalen Zeitungen
zeigt, die Bündelung der in Lübeck
vorhandenen Kompetenzen war erfolgreich.
Die Lübecker Museen verzeichnen im Vergleich
zum Vorjahr ein Besucherplus von 9 %. Eine Auslastung
des Lübecker Theaters mit rund 90 % beweist,
dass wir auf dem richtigen Weg sind. Das von
der Bürgerschaft einstimmig beschlossene
Hansemuseum wird neue Impulse für den Kulturtourismus
setzen.
Das Wagner-Mann-Projekt der vergangenen Jahre
ist ein exzellentes Beispiel für eine solche
Strategie. Nachweislich 35.000 Kulturtouristen
konnten so nach Lübeck gelockt werden.
Für die nächsten Jahre schlägt
die SPD das Thema Hanse in Begleitung der Planung
und Realisierung des Europäischen Hansemuseums
als erfolgversprechende Marke vor. Die Qualitätsentwicklung
zu diesem Komplex ist auch im Hinblick auf den
Hansetag im Jahr 2014 jetzt anzugehen, etwa
durch ein zu veranstaltetes Hansefest, das jährlich
wächst und dann in den Hansetag münden
kann. Sehr gut vorstellbar ist auch eine thematische
Verknüpfung des Altstadtfestes und eine
Rückbesinnung auf ein wirkliches Bürgerfest
mit Beteiligung aller Bewohner, bürokratische
Hürden dazu müssen aktiv angegangen
und beseitigt werden.
Was Lübeck nicht braucht, sind nach der
Auffassung der SPD-Bürgerschaftsfraktion
sogenannte Events, die austauschbar auch in
jeder anderen Stadt stattfinden könnten.
Die Übernachtungszahlen sind auch ohne
sogenannte Events überproportional gestiegen.
Die SPD jedenfalls wird den erfolgreichen Kurs
beibehalten."