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Lübeck, den 25. Juni 2010
SPD: Finanzierung von Kitas und Sozialeinrichtungen wird gesichert

Der Sprecher des Arbeitskreises Kinder, Jugend und Familie der SPD-Bürgerschaftsfraktion und Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses sowie des Finanz- und Personalausschusses Jan Lindenau erklärt:

"Die Entscheidung des Innenministeriums des Landes Schleswig-Holstein, den Haushalt 2010 der Hansestadt Lübeck nicht zu genehmigen, stellt Lübeck vor erhebliche Schwierigkeiten und wird die Stadt zu schmerzhaften Einschnitten im Haushalt zwingen.

Die SPD setzt dabei auf Kostenreduzierung durch Aufgabenkritik in der Verwaltung, einen damit einhergehenden, sozialverträglichen Personalabbau im Rahmen der altersbedingten Personalfluktuation in der Verwaltung sowie Mehreinnahmen. Das Innenministerium hat diesen von der SPD bereits 2008 eingeleiteten Weg bestätigt und fordert wie wir die konsequente Umsetzung unserer Anträge zur Haushaltskonsolidierung. Dazu gehören u.a.

  • Personalkostenreduzierung durch Aufgabenkritik und neue Aufgabendefinition / Personalmanagementkonzept (Antrag Juli 2008)
  • Einführung einer Fremdenverkehrsabgabe (Antrag Juli 2008)

2009 haben wir in Rahmen der Haushaltsbeschlüsse weitere Kostenreduzierungen beschlossen, für die bis heute keine konkreten Umsetzungsschritte vorliegen. Dazu gehören u.a.

  • Kostenreduzierung durch Zusammenfassung der Protokollführungen der Bürgerschaftsausschüsse und die Nutzung der digitalen Medien zur Kostenreduzierung bei Porto und Druckkosten
  • Standardabsenkung im Hafen- und Seemannsamt/Lübeck Port Authority sowie eine Ergebnisverbesserung bei der Hafennebenflächenbewirtschaftung
  • Kostenreduzierung der zentralen Verwaltungskosten durch Aufgabenkritik und neue Aufgabendefinition im Bereich des Bürgermeisters

In der letzten Sitzung des Finanzausschusses haben wir erneut die Abarbeitung dieser Konsolidierungsmaßnahmen angemahnt und werden diese weiterhin zeitnah nachhalten.

Für die SPD steht aber auch fest: An den eingeleiteten Umsteuerungsprozessen im Bereich der Jugendhilfe wird sich nichts ändern. Hier halten wir an den im Rahmen der Prozesse „Aufwachsen in Lübeck“ und „Lernen vor Ort“ gesteckten Zielen fest. Ebenso werden die Budgetverträge mit den Trägern in der Jugendhilfe (Kita, Jugendarbeit, Frühe Hilfen usw.) sowie der Träger sozialer Einrichtungen wie bereits ausverhandelt oder avisiert umgesetzt. Wir werden auch im Nachtragshaushalt 2010 dafür Sorge tragen, dass

  • die Budgetverträge eine Laufzeit von 5 Jahren haben, um Planungssicherheit herzustellen
  • die notwendige Budgeterhöhung nach 5 Jahren der Budgetreduzierung nun um 15,8% erfolgt
  • die Frühe Hilfen Projekte gesichert und 12 Eltern-Kind-Zentren eingerichtet werden
  • die Reduzierung der Gruppengroßen in den Kindertagesstätten weiter voran schreitet
  • und die Öffnungszeiten in den Kitas erweitert werden

Auch in schwierigen Zeiten hält die SPD an ihrem Kurs fest und überlässt die für unser Gemeinwesen wichtige Infrastruktur nicht dem Zufall. Dennoch wird es bis zum Nachtragshaushalt 2010, den wir im September 2010 nach Vorlage durch den Bürgermeister und Überarbeitung der Fraktion verabschieden wollen, immer wieder zu Verunsicherungen durch die öffentliche Diskussion um den Haushalt kommen. An unserer Position wird sich nichts ändern. Parallel zu den Haushaltsberatungen prüfen wir alle Wege, die zu einer schnelleren Planungssicherheit für alle Akteure beitragen können."