Der Sprecher des Arbeitskreises Kinder, Jugend
und Familie der SPD-Bürgerschaftsfraktion
Jan Lindenau erklärt zur aktuellen Diskussion
um die anstehenden Mahnungen von Kita-Beiträgen:
"Solange wir unser politisches Ziel, alle
drei Kita-Jahre für Eltern beitragsfrei
zu stellen, nicht durchsetzen können, müssen
alle Eltern ihren Kita-Beitrag auch entrichten.
Wer nicht zahlt, verabschiedet sich von einer
solidarischen Gesellschaft und gefährdet
eine gute Kita-Versorgung.
Wir haben dafür Sorge getragen, dass Eltern
die Möglichkeit haben, ausstehende Beiträge
notfalls auch in Raten zu zahlen, um keine unnötigen
Härten in den Familien zu verursachen.
Ferner haben wir im Finanzausschuss deutlich
gemacht, dass neben dieser Härtefallregelung
auch die wirtschaftliche Betrachtung des Mahnungsdesasters
der Stadtverwaltung in den Mittelpunkt der Diskussion
gerückt werden muss. Wenn ein anstehendes Mahnverfahren
höhere Kosten verursacht, als die ausstehenden
Kita-Beiträge einbringen, muss eine Lösung gefunden
werden, die Gleichberechtigung zwischen Beitragszahlern
und Nicht-Beitragszahlern schafft und dabei
die Wirtschaftlichkeit nicht außer acht lässt.
Für uns ist klar, dass die Beitragszahler am
Ende nicht die Dummen sein dürfen, nur weil
sie ihren Verpflichtungen gegenüber der Stadt
ordnungsgemäß nachgekommen sind.
Absprachen zwischen den Bürgerschaftsfraktionen,
Beiträge ganz zu erlassen, gibt es nicht und
wird mit der SPD auch nicht zu machen sein.
Darüber hinaus werden wir mit Nachdruck
mögliche weitere Außenstände
aufgrund des bei der Stadtverwaltung bisher
nicht funktionsfähigen Mahnwesens durch
die Softwareumstellung verfolgen. Die Verwaltung
ist aufgefordert zu erklären, wie es in
anderen Bereichen aussieht. Wenn sich derartige
Vorfälle wie zunächst bei Strafzetteln,
nun bei Kita-Beitragen, demnächst auch
bei den Gewerbesteuern und anderen wichtigen
Einnahmen der Stadt fortsetzen, müssen
die Verantwortlichen für dieses Mahndesaster
auch mit Konsequenzen rechnen."