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Lübeck, den 05. März 2010
SPD bringt Projekt Smiley für Lübeck auf den Weg

Die Initiative der SPD-Bürgerschaftsfraktion zur Einführung eines Smiley-Systems zur Kennzeichnung der Hygienestandards in der Gastronomie in Lübeck stellt ein positives Beispiel für die Nutzung der Möglichkeiten des Verbraucherinformationsgesetzes (VIG) dar und hilft Gästen, sich vor Eintritt in eine Lokalität einen ersten "Eindruck" über die Einhaltung der Hygienevorschriften zu verschaffen. An einem lachenden Smiley können Verbraucherinnen und Verbraucher schnell und einfach solche Bistros, Restaurants, Imbisse, Lebensmittelhändler, Bäckereien und vergleichbare Betriebe erkennen, die überdurchschnittliche Qualitäts- und Hygienestandards einhalten. Das ist gut nicht nur für die Verbraucherinnen und Verbraucher, sondern auch für die Anbieter, die sich mit dem lachenden Smiley einen Wettbewerbsvorteil erarbeiten können.

Die Lübecker SPD, so der Sprecher der SPD Fraktion im Ausschuss für Sicherheit und Ordnung Frank Zahn, steht für Transparenz und setzt mit dem System das VIG im Sinne des Bürgers um. Selbst die DEHOGA (Deutscher Hotel- und Gaststättenverband) steht der Einführung des Systems aufgeschlossen gegenüber.

Die Befürchtungen der BfL, dass die Einführung des Systems einen höheren Verwaltungsaufwand nach sich ziehen könnte, teilen wir nicht, weil die Vergabe der Smileys im normalen Kontrollturnus geschieht.

Auch die Kritik, dass in verschiedenen Internetforen Bürger die Betriebe bewerten und somit ein Smiley nicht hilfreich sei, entbehrt jeder Grundlage.

Laut VIG ist jede Kommune verpflichtet, seinen Bürgern Auskunft über durchgeführte Hygienekontrollen zu erteilen. Deshalb ist eine veröffentlichte Positivliste, die dem Bürger als Orientierung dient, sinnvoll.

Das im Berliner Modellprojekt in Pankow (300.000 Einwohner) eingeführte Symileyprojekt hat sich bewehrt und "Schwarzen Schafen" schwer zu schaffen gemacht. Nicht die behördlich durchgeführten Kontrollen und Sanktionen, sondern die Öffentlichkeit haben zur Regulierung beigetragen. Allerdings veröffentlicht der Bezirk auch schon Negativlisten (Verstoß gegen das Lebensmittel- und Futtermittelgesetz, Tatbestand einer Ordnungswidrigkeit liegt vor), was zur Zeit in Schleswig-Holstein aufgrund rechtlicher Regelungen noch nicht möglich ist.

In den skandinavischen Ländern, insbesondere in Dänemark findet das Smileysystem schon seit Jahren Anwendung. Mit der Einführung auch bei uns, finden Gäste sich leichter zurecht und werden sicherlich Betriebe die über einen freundlichen Symiley verfügen, bevorzugen.

Die SPD freut sich über die große, positive Resonanz und wird sich in Verbindung mit allen anderen Funktionsträgern und Entscheidungsträgern in Lübeck für noch mehr Verbraucherschutz einsetzen.