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Lübeck, den 02. Dezember 2010
Wir sparen mit Konzept statt großen Worten

Zu den neuerlichen Äußerungen des finanzpolitischen Sprechers der CDUBürgerschaftsfraktion, Lars Rottloff, zur Haushaltskonsolidierung erklärt der Vorsitzende des Finanz- und Personalausschusses, Jan Lindenau:

"Herr Rottloff macht mit seinen Äußerungen wieder einmal deutlich, dass die CDUBürgerschaftsfraktion in ihrer Oppositionsrolle im Lübecker Rathaus bereits den Gestaltungswillen aufgegeben hat. Entweder verschläft die CDU-Fraktion die Sitzungen oder will nur nachträglich auf fahrende Züge aufspringen.

Anders ist nicht zu erklären, warum die CDU vor kaum zwei Monaten einen Bürgerschaftsantrag zum Personalmanagement in der Bürgerschaft stellt, obwohl dieser Auftrag bereits im Juli 2008 von SPD und Grünen beauftragt wurde. Das Ergebnis wird nach Auskunft der Verwaltung Anfang 2011 vorliegen.

In dem bereits beschlossenen Auftrag an die Verwaltung ist bereits das Ziel beschrieben worden, das ein solches Personalmanagementkonzept Kostenreduzierungen im Bereich Personal realisieren soll.

Das von der CDU so hoch gelobte und auf dem Rücken der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durchgepeitschte Personalabbauprogramm Minus 500 war im Vergleich zu den ambitionierten Zielen ein mageres Ergebnis: Seit 2004 sind in der Kernverwaltung gerade mal 153 Stellen abgebaut worden. Die CDU ist hier einmal mehr als Tiger gestartet und als Bettvorleger gelandet.

Nun mit einer Schuldenbremse aufzuwarten und damit zugleich erneut den Gestaltungswillen abzugeben, macht deutlich, dass die CDU in Lübeck immer noch nicht in der Gegenwart angekommen ist. Hätte die CDU Bezug zur Gegenwart, hätte sie gemerkt, dass eine solche Schuldenbremse im Land dazu geführt, dass die CDU - geführte Landesregierung beinahe die Lübecker Uni geschlossen hätte und derzeit massive Eingriffe in die soziale Infrastruktur vornimmt. Die Folgewirkungen wird wieder einmal die Hansestadt Lübeck zu tragen haben.

Die SPD geht hier besonnen und mit Konzept vor. Die Bündnispartner von SPD, Grünen und Linken haben sich in ihrem Kooperationspapier eindeutig zur Haushaltskonsolidierung bekannt. Die CDU ist nun erschrocken, weil wir auch noch gleich mit konkreten Maßnahmen aufwarten. Weitere Maßnahmen werden zu den Haushaltsberatungen folgen."