Bürgerschaft

Bei der Kommunalwahl im Mai 2008 hat sich die Zusammensetzung der Lübecker Bürgerschaft grundlegend verändert. Eine Ursache liegt in der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes, die 5% Klausel bei den Kommunalwahlen in Schleswig-Holstein endgültig als verfassungswidrig einzustufen. Wählerinitiativen und kleinere politische Gruppierung werden zukünftig leichter in die Lübecker Bürgerschaft einziehen und auf die Lübecker Kommunalpolitik Einfluss nehmen.

Mit SPD, CDU, Grüne, Linkspartei, FDP und den Bürgern für Lübeck (BfL) sind gegenwärtig 6 Fraktionen und eine Einzelbewerberin (BUNT) in der Bürgerschaft vertreten.

Die SPD ist stärkste Fraktion in der neuen Bürgerschaft geworden. Die Mehrheit der CDU wurde deutlich gebrochen. Die CDU ist für ihre von Stagnation, Ideenlosigkeit und sozialer Kälte geprägte Politik in den vergangenen 5 Jahren von den Bürgerinnen und Bürgern zu Recht abgestraft worden.

Für weitere Privatisierungen gibt es seit der konstituierenden Sitzung der neuen Bürgerschaft am 25. Mai 2008 keine Mehrheit mehr. Die Mehrheit steht vielmehr für eine sichere kommunale Daseinsvorsorge, für längeres gemeinsames Lernen und mehr Gemeinschaftsschulen in unserer Stadt.

Das Wahlergebnis ist aber auch ein Votum für einen anderen Politikstil, weg von einer Politik der CDU, die nur ihr eigenes Klientel im Auge hat, die hinter verschlossenen Türen agiert und sich der Zusammenarbeit mit den anderen Fraktionen und dem Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern ängstlich entzieht.

Die Wählerinnen und Wähler haben uns als stärkster politischer Kraft in der Bürgerschaft den Auftrag gegeben, in den kommenden 5 Jahren unter veränderten Rahmenbedingungen die Lübecker Politik maßgeblich mitzugestalten und konstruktiv und kooperativ neu auszurichten.

Dies wird unser Handeln in den kommenden Jahren bestimmen.