Stadtzeitung

Zurück

Lübeck, den

Unklares Verwaltungshandeln

Die Zahl wohnsitzloser Menschen ist seit 2013 stark angestiegen. Sozialsenator Schindler hat deshalb frühzeitig Verhandlungen mit der Vorwerker Diakonie aufgenommen und das leer stehende Gebäude der Friedrich-List Schule in der Schwartauer Allee zur Unterbringung zum Kauf angeboten. Der Einspruch der Bildungssenatorin Kathrin Weiher verhinderte dieses Ergebnis leider.

Dieses unbedachte Handeln der Frau Weiher führte dazu, dass der gesamte Prozess neu gestartet werden musste. Mit sechsmonatiger Verspätung hat nun der Sozialausschuss dem Verkauf des ehemaligen Jugendwerkes BALI in der Dr. Julius-Leber-Straße an die Vorwerker Diakonie zugestimmt. Das Haus wird zur Unterbringung von wohnsitzlosen Jugendlichen und Frauen umgebaut. Die Unterkunft am Meesenplatz, das Bodelschwingheim wird spürbar entlastet. Der gesamte Prozess hat das Unterbringungsangebot der Stadt für wohnsitzlose Menschen mindestens um sechs – zehn Monate verzögert.

Jetzt stellt sich heraus, dass Frau Senatorin Weiher für das Gebäude in der Schwartauer Allee keine Verwendung hat. Eine schulische Nutzung ist mit Blick auf den fehlenden Schulentwicklungsplan nicht möglich. Logische Konsequenz: Für den Haushalt 2017 ist nach unnötigen Verzögerungen erneut ein Verkauf vorgesehen. Verlässliches Verwaltungshandeln sieht anders aus.

Autor: Andreas Sankewitz

Zurück

Kontaktformular öffnen

Fernmündlich oder per Mail

Tel.: +49 (0)451 - 122 1036