Stadtzeitung

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Lübeck, den

RiesenVerbrauchermarkt - Nein

Zur Ablehnung der Vorlage zur Neuordnung des Schlachthofgeländes im Bauausschuss gab es keine Alternative. In mehreren Sitzungen des Bauausschusses war dem Investor von fast allen politischen Vertretern empfohlen worden, seine Pläne für eine Verbrauchermarkt mit 3.200 m2 und mehr deutlich abzuspecken und in Einklang mit dem Einzelhandelszentren- und Nahversorgungskonzept der Hansestadt Lübeck zu bringen. Dies war dem Investor anscheinend nicht möglich, wohl auch wegen der Preisvorstellung des Eigentümers des Grundstücks. Eine Ansiedlung in dieser Größenordnung würde eine Schwächung der umliegenden Einzelhandelszentren bedeuten. Ein Nahversorger in unmittelbarer Nähe würde schließen. Dies „stellt somit im Hinblick auf die fußläufige Erreichbarkeit eine wesentliche Verschlechterung der Nahversorgung dar“, so die Stellungnahme der Verwaltung. Die Verkehrsbelastung würde zwangsläufig steigen und eine weitere Ampel notwendig machen. Die Straße an der Lohmühle ist dafür ein abschreckendes Beispiel. Nachhaltige Ansiedlungspolitik bedeutet eben auch, die Interessen von Bürgern und der Hansestadt mit jenen Interessen der Investoren abzuwägen und möglichst in Einklang zu bringen.

Autor: Harald Quirder

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