Stadtzeitung

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Lübeck, den

Fehlende soziale Komponente

Die SPD hatte in der letzten Bürgerschaft einen Antrag zu den Preisen der Lübecker Schwimmbäder gestellt. Mit diesem Antrag sollte nicht nur der allgemeine Anstieg um 10 % verhindert werden, sondern auch Menschen mit Behinderungen mehr Teilhabe ermöglicht werden. Menschen mit Behinderungen (ab einem Grad von 50 %) sollten eine Ermäßigung von 50 % des jeweiligen Preises erhalten. Eine erforderliche Begleitperson sollte freien Eintritt erhalten. Wir sind gegen eine Erhöhung, weil wir die Förderung der Gesundheit durch den Schwimmsport für wichtig halten und zu hohe Preise eine abschreckende Wirkung haben. Dieser Antrag wurde durch CDU, die Grünen, die FDP und die BfL abgelehnt. Von Inklusion reden und dann im politischen Alltag gegen einen Nachteilsausgleich für Menschen mit Behinderung entscheiden, ist nicht Politik der SPD. Unabhängig von der wirtschaftlichen Situation sollten Menschen mit Behinderungen einen Nachteilausgleich bei der Nutzung der Schwimmbäder erhalten. Eine vollständige Barrierefreiheit der Schwimmbäder ist nicht gegeben und in absehbarer Zeit auch nicht zu erreichen. In den Fällen, wo Menschen mit Behinderung eine persönliche Assistenz zur Nutzung des Schwimmbads benötigen, stellt das Abverlangen des vollen Eintrittspreises eine zusätzliche Barriere dar, die es aus dem Weg zu räumen gilt.

Autor: Peter Petereit

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