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Lübeck, den

Unterbringung für obdachlose Menschen verzögert sich

In seiner Sitzung am vergangenen Dienstag hat der Sozialausschuss dem Verkauf des Grundstückes des ehemaligen Jugendaufbauwerkes BALI in der Dr.-Julius-Leber-Straße an die Vorwerker Diakonie zugestimmt.

Das Haus soll in den nächsten Monaten zur Unterbringung von wohnsitzlosen Jugendlichen und Frauen umgebaut werden. Dort finden dann ca. 30 Personen Platz und die Unterkunft am Meesenplatz, das Bodelschwingheim, wird dadurch erheblich entlastet.

Dazu erklärt Andreas Sankewitz (SPD), auch Vorsitzender des Sozialausschusses:

„Die Zahl wohnsitzloser Menschen ist im Zeitraum von 2013 bis 2015 von 459 auf 534 Personen angestiegen. Um auf diese Zahlen zu reagieren, hat der Sozial-und Wirtschaftssenator Schindler frühzeitig Verhandlungen mit der Vorwerker Diakonie aufgenommen und das Gebäude der Friedrich-List-Schule in der Schwartauer Allee für diesen Zweck zum Kauf angeboten.
Bevor diese Maßnahme umgesetzt werden konnte, reklamierte die Bildungssenatorin Kathrin Weiher die Schule für die Unterrichtung von jungen Flüchtlingen, die dort in sogenannten DaZ-Klassen (Deutsch als Zweitsprache) dort unterrichtet werden sollten.
Dieses „Hineingrätschen“ von Senatorin Weiher in die weit fortgeschrittenen Verhandlungen ist auch Rückblickend nicht nachvollziehbar und führte dazu, dass der gesamte Prozess neu gestartet werden musste. Ein erheblicher Zeitverlust von rund 6 Monaten ist eingetreten.

Durch diese Verzögerung müssen provisorische Übergangslösungen in sehr beengten Verhältnissen in der Hansestadt Lübeck für obdachlose Menschen organisiert werden – ohne Not, wie sich nachträglich herausstellte. Senatorin Weiher hat für die Friedrich-List-Schule keine adäquate Verwendung. Die jungen Flüchtlinge werden verteilt in den Stadtteilen unterrichtet und einen Schulentwicklungsplan, der eine schulische Nutzung dieses Gebäudes vorsieht, gibt es bis heute nicht.

Das Verhalten von Frau Weiher hat zu einer Chaotisierung des Verfahrens und zu einem erheblichen Zeitverlust bei der Bereitstellung der dringend benötigten Unterkünfte für wohnsitzlose Menschen in unserer Stadt geführt. Gut, wenn es jetzt trotz der Verzögerungen nun endlich zügig weiter geht.“

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